Gautschfest im GCC
„Jünger der Schwarzen Zunft“ nach alter Tradition zünftig getauft
Am 18. September war es wieder einmal so weit: Wie seit Jahrzehnten im Grafischen Centrum Cuno üblich, wurde einer uralten Tradition in großer Rund gefrönt. Beim traditionellen Gautschfest wurden fünf junge Facharbeiter und altgediente, ungegautschte Mitarbeiter freigesprochen, anders gesagt offiziell in die Reihen der „Jünger der Schwarzen Zunft“ aufgenommen. GCC-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie Familienmitglieder waren Augen- und Ohrenzeugen, als die jungen Leute trotz mehr oder weniger heftiger „Gegenwehr“ die Taufe über sich ergehen lassen mussten, indem sie von kräftigen Kollegenhänden in ein großes Wasserfass gesteckt wurden.
Das von einem fleißigen Team perfekt organisierte Event war für alle Beteiligten eine gelungene Veranstaltung, rund 100 GCCler und Gäste nahmen diesen feierlichen Anlass gerne wahr.
Zum Hintergrund: Das Gautschen bildete sich im 15. Jahrhundert beim Lossprechen der Buchdruckerlehrlinge heraus. Nach einer bis zu sieben Jahre andauernden Lehrzeit wurden sie damals zwar formell losgesprochen, waren aber damit noch nicht in die „löbliche Buchdrucker-Gesellschaft“ aufgenommen. Der Begriff „Gautschen“ wurde der Fachsprache der Papiermacher entlehnt. Er beschreibt den Vorgang des Pressens von Papierbahnen, um das Wasser daraus wegzubringen und dadurch das Papier erst zu etwas richtig Brauchbarem zu machen.
Auch im kommenden Jahr wird im GCC die ehrwürdige Tradition des Gautschens fortgesetzt.

Ebenso nass wie stolz präsentierten die Gegautschten nach der Zeremonie die Urkunden, mit denen ihre Aufnahme in die Reihen der „Jünger der Schwarzen Zunft“ dokumentiert wird.






